CHRONIK

ca. 1000 Gottesacker (Bestattungen) an der Stelle des heutigen Friedhofs. 
ca. 1100

Die Altstadtkirche mit Kirchturm wird im romanischen Stil erbaut. Die Kirche bleibt bis zum Ende des Mittelalters die Hauptkirche von Villingen, ab dem 16. Jahrhundert ist sie Filialkirche des Münsters.

1841 Die Vorhalle der Altstadtkirche im romanischen Stil wird abgebrochen.
ca. 1845

Unser Ururgroßvater Johann Bandle, Schreinermeister, fertigt die von ihm zu liefernden Särge (Schreine) selbst in seiner Schreinerei. Der Transport der Särge zum Sterbeort erfolgt auf einem großen Handwagen oder im Winter auf einem Schlitten, die Überführung der Verstorbenen zum Friedhof mit einem Pferdegespann.

1851

Die Altstadtkirche im romanischen Stil wird abgebrochen, nur der Kirchturm bleibt stehen. Bis 1855 wird eine neue Kirche errichtet.

1855 Die neue Kirche, die heutige Friedhofskapelle, ist aufgebaut.
ca. 1875

Unser Urgroßvater Karl Bandle, Schreinermeister, übernimmt von seinem Vater Johann die Schreinerei, fertigt und liefert die Särge wie sein Vater.

21.05.1905

Karl Bandle meldet an diesem Tag erstmals nachweislich einen Sterbefall dem Standesamt Villingen. In der folgenden Zeit meldet er dort weitere Todesfälle zur Beurkundung.

1919

Unser Großvater Joseph Bandle, Schreinermeister, übernimmt nach seiner Heimkehr aus dem 1. Weltkrieg von seinem Vater Karl die Schreinerei und damit auch die Sargherstellung und Sarglieferung.

1924  Die Stadt Villingen kauft die Altstadtkirche, die bisher im Besitz der Kirche war.
1925

Beginn der Umbauarbeiten im Untergeschoß der Kirche, Aufbahrungsräume werden eingerichtet, der Zugang befindet sich an der südlichen Kirchenseite.

1927-1928

Bau des Krematoriums in Schwenningen, die Fassade aus Muschelkalk wird im neugotischen Stil gestaltet.

1951

Unser Vater Karl Bandle, Schreinermeister, übernimmt nach seiner Meisterprüfung von seinem Vater Joseph die Schreinerei und damit auch die Sargherstellung und Sarglieferung. Der Transport der Särge zum Sterbeort erfolgt ab dieser Zeit per PKW, die Überführung der Verstorbenen zum Friedhof mit einem Bestattungswagen. 

ca. 1955

Herr Siegfried Prinz wird Nachfolger des bisherigen Friedhofverwalters Herr Josef (Seppl) Grüßer.

1957 Das Alten- und Pflegeheim St. Lioba in der Rote Gasse 4 wird eingeweiht.
1961

Die Stadtverwaltung Villingen denkt wegen erkennbarer zukünftiger personellen Problemen in ihrem bis dahin hoheitlich städtischen Bestattungsdienst (nicht zu verwechseln mit der Friedhofsverwaltung) darüber nach, diesen Bereich in die Hände eines privaten Unternehmens abzugeben, das bereit ist, diese Aufgabe zu übernehmen und den städtischen Bestattungsordner weiter zu beschäftigen. Die beiden Bestattungswagen befinden sich im Eigentum eines Villinger Busunternehmens und werden mit dem Fahrer an die Stadt vermietet. Die Särge werden von den verschiedenen Villinger Schreinern geliefert, die Bestattungswäsche von drei Frauen aus Villingen.

1962

Fünf Schreinermeister aus Villingen, die Herren Otto Haas, Wilhelm Kornhaas, Artur Summ, Karl Fehrenbach und unser Vater Karl Bandle, gründen das „Villinger Bestattungs-Institut GmbH“. 

Die Firma wird Mitglied im Landesfachverband Bestattungsgewerbe Baden - Württemberg e.V., sie nimmt mit der Stadtverwaltung Villingen Kontakt auf und bietet ihr die Übernahme des städtischen Bestattungsdienstes an.

Die Zusammenarbeit mit dem städtischen Bestattungsordner wird intensiver. Die Särge werden zunehmend von Sargfabriken, die Bestattungswäsche von Fachfirmen bezogen.

1965 - 1966

Ein Beratungsbüro mit einem Ausstellungsraum in der Gerberstraße 6 erweist sich schon nach kurzer Zeit als zu klein und wird deshalb aufgegeben.

1968

Unser Vater Karl Bandle übernimmt in der neuen Firma die Position des tätigen Geschäftsführers und zweiten Bestattungsordners. Die Firma wird umbenannt in „Bestattungs-Institut Villingen GmbH & Co. KG“.

Die beiden Bestattungswagen, ein schwarzer Mercedes 180 D und ein schwarzer Mercedes 190, werden vom Villinger Busunternehmen käuflich erworben. Die Fahrzeuge werden ab jetzt von den Bestattungsordnern bzw. Fahrern der Firma gefahren. Das Sarglager befindet sich im Oberen Dammweg. Der Umfang des bisherigen Dienstleistungsangebotes wird weiter ausgebaut, wir schließen erste Vorsorgevereinbarungen ab.

Zwischenzeitlich sind wir selbstverständlich auch in allen umliegenden Städten und Ortschaften tätig.

01.10.1969

Das „Bestattungs-Institut Villingen GmbH & Co. KG“ übernimmt die Aufgaben des städtischen Bestattungsdienstes. Der damalige städtische Bestattungsordner und gleichzeitig Leichenschauer des Gesundheitsamtes, Herr Franz Grüßer, wird als             Bestattungsordner Mitarbeiter der Firma.

1969 - 1971

Vorbereitung und Durchführung der Umbauarbeiten in und Anbauarbeiten an der Friedhofskapelle Villingen.

Für den neuen Anbau an der nördlichen Seite der Friedhofskapelle mit Empfangshalle, weiteren Aufbahrungs- und Funktionsräumen wird das Grabfeld des Klosters St. Ursula von diesem Platz zur heutigen Stelle verlegt. Die Aufbahrungsräume unter der Friedhofskapelle werden neu gestaltet, die Zufahrt für den Bestattungswagen wird auf die nördliche Seite verlegt.

Dez. 1970

Herr Franz Grüßer kann seine bisherigen Aufgaben aus gesundheitlichen Gründen nur noch zeitweise wahrnehmen, unser Vater Karl Bandle übernimmt die Aufgaben des Bestattungsordners und der Villinger Arzt, Herr Dr. med. Erwin John, die Aufgabe des Leichenschauers.

01.01.1971

Änderung des Bestattungsgesetzes: Ab jetzt sind alle Ärzte zur Leichenschau verpflichtet, der Tod darf nur noch von Ärzten festgestellt und bescheinigt werden.

03.01.1972

Der Bestattungswagen, Mercedes 180 D, wird durch einen neuen dunkelblauen Mercedes 230 / 8 mit viersitziger Kabine und verlängertem Radstand ersetzt. Da in dieser Zeit immer weniger Bestattungsfahrzeuge schwarz lackiert werden, hat sich die Firma für ein Fahrzeug in dunkelblauer Farbe entschieden. Später wird dieses Fahrzeug silbergrau umlackiert.

1972

Die Fundamente des Friedhofkirchturmes werden saniert.  

30.11.1973

Der bisherige Gesellschafter Herr Karl Fehrenbach verstirbt. Die Erben seiner Geschäftsanteile veräußern diese an die verbleibenden Gesellschafter und scheiden somit aus der Firma aus.

1974

Das bisherige Sarglager und die Garagen für die Bestattungsfahrzeuge im Oberen Dammweg werden in neue und größere Räume in der Friedrichstraße verlegt. Es steht ein Ausstellungsraum zur Verfügung, in dem fast alle Särge, die wir führen, ausgestellt werden können. Er ist der größte Raum dieser Art in der Region.

13.07.1974 Der langjährige Bestattungsordner und Leichenschauer Herr Franz Grüßer verstirbt.
18.10.1976

In Unterkirnach verstirbt der dortige Schreinermeister und Bestatter Herr Emil Wäscher. Da er im Bereich Bestattungen keinen Nachfolger hat, übernehmen wir nach langjähriger guter kollegialer Zusammenarbeit die Bestattungen in Unterkirnach.

1978

Das Heilig-Geist-Spital zieht in das neue Haus in der Schertlestraße 2 um und verlässt das Gebäude Rietgasse 2, dem heutigen Franziskaner Konzerthaus, welches seit 1825 genutzt wurde.

27.06.1980

Der erste Computer (Commodore CBM 8032,  Doppeldiskettenlaufwerk 5 ¼ “ CBM 8050, A3-Typenraddrucker CBM 8026-B und ein Nadeldrucker CBM 3022) kommt zum Einsatz. Er ermöglicht wichtige Arbeitserleichterungen, die jedoch mit den Leistungen späterer Computer und deren Programmen nicht verglichen werden kann.

18.11.1980

Der erste Vorsitzende des Feuerbestattungsvereins, Altstadtrat Herr Alois Schnee verstirbt. Der bisherige Feuerbestattungsverein hatte die Bestattungsart der Feuerbestattung in Villingen und Schwenningen bekannt gemacht und geholfen, die Voraussetzungen zur Einäscherung Verstorbener zu schaffen. Im Wandel der Zeit hat dieser Verein jedoch an Bedeutung verloren, da Feuerbestattungen auch ohne Vereinszugehörigkeit problemlos möglich wurden. Bei dem Verein hinterlegte, zu Lebzeiten verfasste Willenserklärungen werden zukünftig bei uns verwahrt.

02.09.1982

Der ältere Bestattungswagen, Mercedes 190, wird durch einen neuen silbergrauen Mercedes 250 mit viersitziger Kabine und verlängertem Radstand ersetzt.

21.10.1985 

Wegen Nutzungsänderungen der bisherigen Büroräume erfolgt der Umzug des Büros in Räume des Hauses Gerberstraße 66.

ca. 1987

Der Friedhofsverwalter Herr Siegfried Prinz geht in den Ruhestand, Nachfolgerin wird Frau Bettina Schumacher.

1988

Friedhofsverwalterin Frau Bettina Schumacher wechselt zur Friedhofsverwaltung Schwenningen, Herr Klaus Naskowski wird ihr Nachfolger. Frau Ilse Feustel (1/2 tags)  wird stellvertretende Friedhofsverwalterin.

1989

Wir werden Mitglied des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur e.V. Im Rahmen dessen Gruppenversicherungsvertrages können wir Sterbegeldversicherungen zu günstigen Konditionen anbieten.

1992

Ein erneuter Generationenwechsel erfolgt. Von den verbliebenen vier Gesellschaftern Otto Haas, Hedwig Kornhaas (Witwe und Erbin der Geschäftsanteile von Wilhelm Kornhaas), Artur Summ und unserem Vater Karl Bandle geht die Firma auf uns vier Geschwister Bruno Bandle, Elisabeth Hummel geb. Bandle, Alfons Bandle und  Kurt Bandle über. Die Firma wird umbenannt in „Bandle - Bestattungs-Institut Villingen GmbH“.

Wir waren bereits viele Jahre lang in der Firma tätig und können somit eine kontinuierliche Fortführung garantieren. Auch können wir unseren Vater dazu bewegen, uns weiter mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Der Umfang des bisherigen Dienstleistungsangebotes wird weiter ausgebaut und den neuen Anforderungen angepasst, im Besonderen bei der Bestattungsvorsorge.

1993

Wegen Baumaßnahmen am Haus des bisherigen Büros ziehen wir vorübergehend in Räume des Hauses Gerberstraße 60, bis geplante neue Räume fertig sind.

ca. 1994 

Umfangreiche Umbauarbeiten am Krematorium Schwenningen. Bei den etwa 9 Monate dauernden Arbeiten wird der Ofenanbau neu erstellt und ein neuer Ofen mit modernster Technik installiert. In dieser Zeit wird in benachbarten Krematorien eingeäschert.

1995

Erste Kontakte zur Hospizbewegung, bei einem Informationsabend informieren wir über unsere Tätigkeiten.

24.03.1996

Die neuen Räume unseres Stadtbüros in der Gerberstraße 59 werden bezogen, der Bürobetrieb wird aufgenommen. Es stehen zwei Besprechungs-, ein Warte-, ein Ausstellungs- und ein Büroraum zur Verfügung. Die bisherige Ausstellung für Särge in der Friedrichstraße erfolgt in einem neuen Raum und dieser bleibt bei ähnlicher Fläche der größte Ausstellungsraum in der Region.

      

     

     

1996

Die Umbau- und Modernisierungsarbeiten des Alten- und Pflegeheimes St. Lioba sind abgeschlossen.

1997 

Eine neue Aufbahrungsraum-Ausstattung wird angeschafft. Sie umfasst Kreuz, Weihwasserbehältnis, Kerzen- und Pflanzendekorationsständer.

19.11.1997

Der ältere Bestattungswagen, Mercedes 230 / 8, wird durch einen neuen silbergrauen Mercedes 280 mit verlängertem Radstand ersetzt.

1998

Friedhofsverwalter, Herr Klaus Naskowski, wird Leiter der technischen Betriebe (TDVS). Frau Maria Tschentke (1/2 tags) wird eingestellt. Frau Feustel und Frau Tschentke

leiten den Villinger Friedhof.

2000

Geldeinlagen unseren Vorsorgekunden werden erstmals über unsere Firma bei der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG einbezahlt. Diese wurde 1998 vom Kuratorium Deutsche Bestattungskultur eingerichtet und ergänzt die Möglichkeiten der Sterbegeldversicherung. Hier werden Gelder hinterlegt, die die Kosten für die eigene dereinstige Bestattung abdecken. Sie werden besser verzinst als gewöhnliche Sparbucheinlagen, sind vor dem Zugriff Dritter geschützt und es fallen keine Bearbeitungsgebühren an. Bisherige private Rücklageformen werden dadurch weitestgehend abgelöst. 

Nov. 2001

Einweihung des Altstadtquellbrunnens neben der unterirdischen Brunnenkammer.

Juni 2002 

Büroräume im Haus Marbacher Straße 29 werden unmittelbar neben dem ältesten Bauwerk von Villingen, dem Kirchturm der Altstadtkirche, und der Friedhofskapelle bezogen. Der Bürobetrieb wird aufgenommen. Es steht ein Besprechungs-, ein Ausstellungs- und ein Büroraum zur Verfügung.

28.09.2002

Im Rahmen des zehnjährigen Bestehens der Hospizbewegung gestalten wir den Tag des Friedhofes mit und begehen zugleich im kleinen Rahmen unser 40-jähriges Firmenjubiläum.

Auch wenn wir auf eine langjährige Tradition und Berufserfahrung zurückblicken können, gilt unsere Aufmerksamkeit neben unserer verantwortungsbewussten und gewissenhaften Tätigkeit dem Fortschritt unseres Unternehmens: Der  Weiterbildung durch Seminare, dem Aufbau und der Pflege kollegialer Kontakte, z.B. bei Fachverbandsversammlungen und dem laufenden Ausbau unseres Dienstleistungsangebotes.

Wir legen auf ein familiäres Betriebsklima wert, in das unsere nicht zur Familie gehörenden Mitarbeiter mit einbezogen sind. So gibt es zum Beispiel am Jahresende eine kleine Feier für die Belegschaft. Außerdem fanden mit unseren Mitarbeitern in der Vergangenheit Rundflüge über unserer Heimat statt.

Wir pflegen bereits zu den meisten Bestattern in den umliegenden Orten und Städten gute bis sehr gute kollegiale Kontakte und können somit auch bei auswärtigen Bestattungen eine ortsübliche Bestattung bestens ermöglichen.

 
BANDLE- BESTATTUNGS- INSTITUT VILLINGEN GMBH ■Stand: 09.04.2010 ■DER BESTATTER IHRES VERTRAUENS SEIT 1962 ■Villingen- Schwenningen, Rietheim, Pfaffenweiler, Tannenheim, Herzogenweiler, Unterkirnach, Marbach, Kirchdorf, Klengen, Überauchen, Niedereschach, Kappel, Schabenhausen, Weilersbach, Dauchingen, Schwarzwald- Baar- Kreis, usw...